Ohrekreis

Der Ohrekreis war ein Landkreis im Nordwesten des Landes Sachsen-Anhalt. Am 1. Juli 2007 wurde er im Rahmen der Kreisgebietsreform in Sachsen-Anhalt mit dem Bördekreis zum neuen Landkreis Börde zusammengelegt. Nachbarkreise waren im Norden der Altmarkkreis Salzwedel und der Landkreis Stendal, im Osten der Landkreis Jerichower Land, im Süden die kreisfreie Stadt Magdeburg und der Bördekreis und im Westen der niedersächsische Landkreis Helmstedt sowie im Nordwesten der Landkreis Gifhorn.

Das Gebiet des Ohrekreises lag in der Magdeburger Börde und der Colbitz-Letzlinger Heide. Der Landkreis war benannt nach dem Fluss Ohre, der parallel zum Mittellandkanal von Westen nach Osten durch das Kreisgebiet floss und in die Elbe mündete. Im Westen floss auch der Fluss Aller durch den Landkreis.

Als Teil der Magdeburger Börde wurde das Kreisgebiet vorwiegend landwirtschaftlich genutzt. Rund um Magdeburg und Haldensleben entstanden große Gewerbeparks, insbesondere in der Nähe der Autobahn A2.

Durch das Kreisgebiet verliefen sowohl Autobahn- (A2 und A14) als auch Eisenbahnverbindungen, die die Landeshauptstadt Magdeburg berührten. Ferner verlief durch das Kreisgebiet der Mittellandkanal. Der Großraum Magdeburg war durch die S-Bahn Magdeburg an die Landeshauptstadt angebunden.

Der Landkreis entstand 1994 durch Vereinigung der Landkreise Haldensleben und Wolmirstedt. Hinzu kamen noch einige Gemeinden des Kreises Klötze. Erster und einziger Landrat des neuen Kreises wurde der ehemalige Landrat des Landkreises Wolmirstedt, Thomas Webel (CDU).

1680–1806 entsprach das heutige Kreisgebiet ungefähr dem brandenburgischen Holzkreis.

Bei der Kreisreform 2007 wurde der Ohrekreis mit seinem südlichen Nachbarn, dem Bördekreis, zusammengelegt. Der Name des neuen Kreises ist Landkreis Börde.

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